Ich hab während meiner ersten Lebensjahre teilweise im Ruhrgbiet und teilweise in Ostfriesland gelebt, und Ostfriesland betrachte ich nach wie vor als meine Heimat - auch wenn ich dort nicht geboren bin.
Nachdem mein verwitweter Vater sich wieder verheiratet hatte, ging´s dann - pünktlich zur Einschulung - nach Köln.
Das mit der zweiten Ehefrau ging - was mich betraf - gründlich schief, sodass ich mir gleich nach dem Abi eine eigene Bleibe gesucht hab.
Tja, und anschließend musste ich meinen Lebensunterhalt natürlich selbst verdienen; allein das Untermietzimmer mit Kaltwasser-Handwaschbecken über´n Flur - statt Bad! - kostete 80 Mark im Monat. Und da ich neben dem Studium (Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaft) Schauspielunterricht genommen hatte, wurde aus dem ersten Engagement am Contra-Kreis-Theater in Bonn handkehrum ein Vollzeitjob. Ich bin der Prinzipalin Kathinka Hoffmann heute noch von Herzen dankbar für die Chance, die ich dort bekam - inclusive diverser Praktika und Assistenzen in den Bereichen Regie, Bühnenbild und Kostüm.
1973 zog ich nach Berlin und ging ans Grips-Theater. Da das Grips damals sozusagen die Schmiede der nächsten Fernsehschauspieler*innen-Generation war, begann ich ziemlich bald mit ersten - wunderbarerweise gleich richtig großen - TV-Rollen. Und dann kam sehr bald auch die von mir besonders geliebte Hörspielprecherei dazu. Meine Filmografie kann man anderswo nachlesen - nur so viel: Ich möchte den Schauspielberuf trotz meiner Schreiberei nicht missen!
Als unsere Tochter 1981 zur Welt kam, machte ich einen kleinen Abstecher in ein festes Theaterengagement, aber wer so lange freiberuflich gearbeitet hat, kommt mit Hierarchien wohl nicht so richtig klar. Zumindest ging mir das so. Lag vielleicht an meinem Hang zu antiautoritären Heldentaten - Stichwort "Ensembleversammlung" und "Olympe de Gouges" ... Oder es lag tatsächlich an den Herren an der Spitze der Hierarchie. Naja. Man soll ja nicht nachtragend sein. Aber nee: Es lag definitiv an denen; inclusive "MeToo" - schließlich war das Ender der 80er Jahre.
Ich also nichts wie weg und flugs mal eben - babybedingt im damals noch nicht so benannten homeoffice - eine Fernsehserie für den WDR und einen "Tatort" für das Schweizer Fernsehen geschrieben. Usw.
Fernsehredaktionskonferenzmüde (siehe oben unter "... mit Hierarchien klar kommen") schrieb ich 2007 meinen ersten Jugendroman "Lügenengel". Auf den folgten fünf weitere Romane ab 12 bzw. ab 9 Jahre sowie etliche Kurzkrimis in Anthologien.
2017 hab ich dann den Entschluss gefasst, meine mittlerweile erwachsen gewordenen Leserinnen und Leser weiterhin mit Geschichten zu versorgen. Also weg vom Jugendroman - zunächst in Gestalt eines 20er-Jahre-Berlin-Romans ("Rosenstern, das Haus der schönen Stoffe", Lübbe). Da im Buch kein Stoffgeschäft vorkommt, lege ich Wert auf die Feststellung, dass diese Betitelung nicht von mir stammt. Infolge der Erfahrung, dass ich es nicht aushalte, wenn über meinen Kopf hinweg so existenzielle Dinge wie Titel und Cover bestimmt werden (und auf 20er-Jahre-Romanen heutige Models in 50er-Jahre Kleidern erscheinen ...) entschloss ich mich 2018, mir in Gestalt des KBV-Verlags einen kleinen, aber feinen Verlag zu suchen, der seine Autorinnen und Autoren auf Augenhöhe behandelt. Bisher dort erschienen sind mein Psychothriller "Die Samariterin" (ISBN-13 : 978-3954414352) und kurz vor Jahresende 2020 "Der Tod der Schlangenfrau" (ISBN 978-3954415427).
Zurzeit denke ich über ein weiteres Abenteuer der jungen Fotografin Auguste Fuchs nach. Thema Kinderelend und Kinderhandel im Berlin des Jahres 1897. Außerdem möchte ich ein bisschen was zum Thema Spiritismus in die Geschichte einfließen lassen. Forschungen zu Jenseitskontakten und Geistererscheinungen waren seinerzeit ähnlich populär wie während der "New Age"-Bewegung "unserer" 80er und frühen 90er Jahre, und so ganz nebenbei entstanden daraufhin durchaus ernst zu nehmende Erkenntnisse auf dem Gebiet der Psychologie.
Achja, und was mein Privatleben angeht, bleibt noch zu sagen, dass ich seit fast 40 Jahren mit meinem Schauspiel- und Schreibkollegen László I. Kish verbandelt bin und mit vier Katzen und zwei Hunden in einem kleinen Dorf in Mecklenburg lebe - da, wo sich Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen, wo die Störche mit den Schnäbeln und die Waschbären mit den Mülltonnendeckeln klappern und der Uhu guten Mutes uhu´n tut.
Sie pflegt. Sie hilft.
Doch sie kann auch anders …
In einem alten Forsthaus am Rande der Eifel verzichtet die Krankenschwester Susanne Kleinschmitt auf ein eigenes Leben. Sie pflegt ihre Mutter – eine bösartige Frau, unter deren Tyrannei sie seit ihrer Kindheit leidet. Susanne ist die sprichwörtliche Samariterin, selbstlos, still, unsicher.
Doch dann, ebenfalls aus dem Wunsch heraus zu helfen, beginnt sie einen Briefwechsel mit dem Häftling Andreas Vogel, der in der JVA Diez einsitzt. Den Briefen folgen schon bald Besuche, aus Zuneigung wird schließlich Liebe. Vogel könnte bei günstiger psychologischer Beurteilung vielleicht schon bald die Freiheit wiedererlangen.
Es hat den Anschein, dass sich Susannes Leben ganz unerwartet zum Positiven verändert. Ist dies die Chance auf das Glück, das Menschen wie sie niemals für sich zu beanspruchen wagen? Doch dann tut sich plötzlich ein Abgrund auf, als sie etwas herausfindet, das sie niemals hätte entdecken dürfen …
Ein äußerst raffiniert gewobener Thriller um Manipulation, Selbstzweifel und die Suche nach der Schuld.
Für die Nachwelt ist sie im Bild verewigt: die mörderische Katze. Allerdings hat der Maler Matisse seiner Samtpfote damit entschieden Unrecht getan, wie sie uns mit Intellekt und Logik gekonnt erklärt.
Lesen Sie ihr flammendes Plädoyer für ihre Unschuld!
Absinth und der Untergang : Während sich die Männer auf der Titanic ihren baldigen Tod mit Absinth versüßen, versucht der Hochstapler Franz-Josef Küppers sein Schicksal mit einer mörderischen List zu täuschen.
Eine der zehn kriminellen Geschichten aus der Anthologie "Der Kuss der Grünen Fee" von Ulrike Bliefert (Hrsg.).
Leonie und ihre Freundin Maike verbringen jede freie Minute mit ihrem Hobby, dem Klettern. Bis sich eines Tages Sonja, die Babysitterin von Leonies kleinem Bruder, zwischen die Freundinnen stellt. Noch ahnt Leonie nicht, wer Sonja wirklich ist. Doch dann gerät ihre Familie in große Gefahr...
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"...prachtvolles Kopfkino."
Monika Salchert, Kölner Stadt-Anzeiger